Ferngläser und Nachtsichtgeräte finden heutzutage in vielerlei Bereichen Anwendung. Die Einsatzgebiete dieser optischen Hilfsmittel sind sehr unterschiedlicher Natur. Zum einen werden Ferngläser und Nachtsichtgeräte sehr oft im privaten Bereich verwendet, wie beispielsweise von Jägern, Anglern, oder für die Naturbeobachtungen auf Wanderungen und den Besuch einer Oper, zum anderen sind sie auch im professionellen Bereich unersetzlich, wie beispielsweise für astronomische Beobachtungen und anderweitige Forschungen und auch bei militärischen oder polizeilichen Operationen.

Ferngläser werden in vielerlei verschiedenen Ausführungen und Preisklassen angeboten und es ist jedem Interessierten angeraten, sich vorher über die Unterschiede und die unterschiedlichen Einsatzgebiete der jeweiligen optischen Hilfsmittel ausreichend zu informieren. Zum Beispiel wird für einen Opernbesuch kein übermäßig großer Feldstecher benötigt, sondern ein handliches Opernglas, welches bequem in der Sakkotasche mitgeführt werden kann. Im Gegensatz zum Theaterglas, das auf minimale Ausmasse ggetrimmt ist, wird beispielsweise für Naturbeobachtungen ein Fernglas mit einer starken Vergrößerung benötigt, welches zudem unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist.

Nachtsichtgeräte werden im privaten Bereich sehr oft von Jägern zur Wildbeobachtung verwendet. Hierbei handelt es sich in der Regel um Handgeräte, welche entweder als monokulare, oder als binokulare Geräte erhältlich sind. Einige Modelle werden auch mit einem speziellen Tragesystem angeboten, welches erlaubt, das Nachtsichtgerät am Kopf zu tragen, wobei jedoch die Tendenz ganz eindeutig in Richtung kleiner, handlicher Geräte mit einer langen Batterielaufzeit geht, die bequem am Gürtel oder in der Jackentasche mitgeführt werden können. Nachtsichtgeräte mit einem Tragesystem haben jedoch den klaren Vorteil, dass die Hände bei der nächtlichen Beobachtung frei bleiben.

Im militärischen und polizeilichen Einsatzbereich werden teilweise auch Zielfernrohre mit integrierter Nachtsicht verwendet, welche jedoch in Deutschland für den privaten Gebrauch, wie beispielsweise für die Jagd, nicht zulässig sind.

Fernglas Größen: Was sagt 10x40 oder 10x50 aus?

Wer nach einem Fernglas oder einem Feldstecher sucht, das er zur Vogelbeobachtung, Jagd oder auch zur Beobachtung am Sternenhimmel als Teleskop Alternative nutzen möchte, der wird oft mit Daten konfrontiert, die nicht gleich zu verstehen sind. Man findet im Handel bei Herstellern wie Carl Zeiss Jena, Celestron, Meade, Vixen, Seben, Bresser, Eschenbach oder auch Steiner verschiedene Angaben, wie 10x40, 10x50, 20x50, 20x60, 20x70, 20x80, 7x40, 7x50, 8x30, 8x40, 8x56, 9x36. Hierbei gibt die erste Zahl Auskunft über die Vergrößerung, die das Objektiv leistet. Die zweite Zahl gibt an, wie gross der Durchmesser der Austrittslinse in mm ist. Das bedeutet, ein Fernrohr mit 20x80 hat eine 20-fache Vergrößerung und eine Objektivöffnung von 80mm.

Die zweite Zahl ist wichtig, da sie Auswirkungen auf die Lichtstärke hat. Ein Fernglas oder Teleskop mit einer hohen Vergrößerung aber einem kleinen Objektivdurchmesser weist ein dunkleres Bild auf, als eines, das bei der gleichen Vergrößerung einen größeren Objektivdurchmesser hat. Wer einen Feldstecher für die nächtliche Himmelsbeobachtung oder für die Nutzung in der Dämmerung verwenden möchte, sollte unbedingt auf eine große Objektivöffnung achten.