Binokulare Ferngläser
Vom einfachen Opernglas bis hin zum hochmodernen Prismenfernglas für die Jagd

Die Familie der binokularen Ferngläser gliedert sich in zwei Hauptkategorien. Zum einen gibt es die technisch einfach gehaltenen Operngläser, zum anderen finden sich die sogenannten Prismenferngläser, wie beispielsweise der Feldstecher.
Bei den Opern- oder Theatergläsern handelt es sich in der Regel um kleine, handliche binokulare Ferngläser, welche auf dem Prinzip des Galilei-Fernrohrs beruhen. Mit einem Opernglas kann lediglich eine 1,5- bis 5-fache Vergrößerung erreicht werden. Ein Opernglas enthält jeweils nur eine konvexe Objektivlinse und eine konkave Okularlinse pro Strahlengang, mit deren Hilfe ein bereits aufrecht stehendes Bild erzeugt wird. Eine Bildumkehr, wie bei einem Prismenfernglas ist daher bei einem Opernglas nicht notwendig. Operngläser ermöglichen ein nur sehr kleines Gesichtsfeld und eine wesentlich geringere Bildqualität, als ein Prismenfernglas.
Prismenferngläser beruhen grundsätzlich auf dem sogenannten Kepler-Fernrohr-Prinzip und besitzen eine etwas kompliziertere Technik, welche sich aus einem Okular und einem Objektiv zusammensetzt, die gemeinsam das Prismensystem bilden. Bei einem Prismenfernglas steht das Bild grundsätzlich auf dem Kopf, wird jedoch durch das perfekte Zusammenspiel von Okular und Objektiv wieder in aufrechte Haltung gebracht, sodass beim Blick durch ein Prismenfernglas das Bild in der richtigen Ausrichtung zum Auge gelangt. Dieses spezielle System ermöglicht eine sehr kompakte Bauform, wodurch sehr viele unterschiedliche Ferngläser für die verschiedensten Anwendungsbereiche erhältlich sind. Beispielsweise finden sich zum einen sehr kleine und handliche Prismenferngläser, zum anderen sind auch sogenannte Großferngläser in sehr unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, wie beispielsweise spezielle Prismenferngläser für die Sonnenbeobachtung mit einem integrierten Weißlicht-Sonnenfilter.
