Bei Ferngläsern gilt es in erster Linie zwischen der monokularen und der binokularen Bauweise zu unterscheiden. Monokulare Ferngläser sind aufgrund ihrer Bauform dafür geeignet, mit nur einem Auge Beobachtungen in der Ferne durchzuführen. Der Begriff „monokular“ wurde von dem griechischen Wort „monos“, was soviel wie „ein“ bedeutet und dem lateinischen Wort „okulus“ für Auge abgeleitet, und bezieht sich hierbei auf das Sehen oder Beobachten mit nur einem Auge. Monokulare Ferngläser finden hauptsächlich in Bereichen Anwendung, in denen ein kurzer Blick durch das Fernglas ausreicht, wie beispielsweise in der Vermessungstechnik, dem Golfsport oder zum erkennen eines entfernten Gegenstandes.

Doch auch Linsenteleskope oder Spiegelteleskope für astronomische Beobachtungen zählen zu den monokularen optischen Hilfsmitteln. Monokulare Ferngläser sind teilweise sehr seitenlichtempfindlich und können sehr schnell zur Ermüdung des Auges führen, jedoch liegt ihr klarer Vorteil in ihrer handlichen und platzsparenden Bauweise.

Die Bezeichnung „binokular“ bedeutet „beidäugig“ und bezieht sich auf die beiden voneinander getrennten und unabhängigen Strahlengänge, die das Sehen mit beiden Augen erlauben. Durch die beiden voneinander getrennten Strahlengänge wird ein nahezu ermüdungsfreies Beobachten ermöglicht, wobei zudem ein dreidimensionaler Tiefeneindruck entsteht. Binokulare Ferngläser werden in Form von Feldstechern, Operngläsern und weiteren zweiäugigen Ferngläsern angeboten. Jedoch finden sich auch zweiäugige Beobachtungsinstrumente, welche keine typischen, binokularen Ferngläser sind, da sie lediglich schlichte Doppelmonokulare aufweisen. Bei diesen Ferngläsern wird das Bild im Innern des optischen Gerätes lediglich in zwei parallele Strahlengänge zerlegt. Hierdurch wird keine Stereoskopie (Tiefeneindruck) erreicht, wie bei „echten“ binokularen Ferngläsern, jedoch ist das Beobachten mit einem derartigen Fernglas genauso entspannend für die Augen, wie bei einem typischen, binokularen Fernglas.