Nachtsichtgeräte - Geschichte und Entwicklung
Die Entwicklung der Nachtsichtechnik - Von den einfachen Anfängen bis zur heutigen Generation modernster Nachtsichtgeräten

Die ersten Nachtsichtgeräte wurden bereits in den 1930er Jahren gebaut, nachdem die ersten Bildwandlerröhren vorhanden waren. Da die Entwicklung der Nachtsichtechnik seitdem immer weiter fortschreitet, werden Nachtsichtgeräte je nach Funktionsweise und Bauform sogenannten Generationen untergeordnet.
Die Generation 0 beinhaltet ältere Nachtsichtgeräte, die mit Hilfe von Infrarot-Umwandlern nach dem Prinzip des Nahfokus arbeiten. Diese Geräte wurden schon im Zweiten Weltkrieg eingesetzt und sind seit etwa 1940 bekannt. Die Nachtsichtgeräte der Generation 0 waren noch sehr unhandlich und bei der militärischen Verwendung bestand grundsätzlich die Gefahr, von anderen Nachtsichgerät-Trägern entdeckt zu werden, da diese Geräte auf einen Infrarotstrahler angewiesen waren.
Nachtsichtgeräte der Generation 1 funktionieren mithilfe von Bildwandlerröhren nach dem sogenannten Inverterprinzip. Sie ermöglichen eine bis zu 8000-fache Verstärkung des Lichts. Jedoch gestaltet sich die Verstärkung je nach Modell und Hersteller sehr unterschiedlich. Viele Nachtsichtgeräte der Generation 1 bringen zusätzlich ebenfalls eine Infrarotbeleuchtung mit.
Nachtsichtgeräte der Generation 2 basieren vom technischen Standpunkt her auf den Geräten der Generation 1, besitzen jedoch zusätzlich eine sogenannte Mikrokanalplatte, welche zwischen der Fotokathode und dem Bildschirm angebracht ist. Diese Technik ermöglicht eine bis zu 20000-fache Lichtverstärkung.
Bei der 3. Generation von Nachtsichtgeräten wird zusätzlich zu der fortschrittlichen Technik der 2. Generation ein chemischer Stoff, das Galliumarsenid, verwendet, wodurch eine bis zu 50000-fache Verstärkung des Lichtes erreicht werden kann.
Die Generation 4 der Nachtsichtgeräte findet sich derzeit noch nicht im Handel, da diese Geräte bisher ausschließlich für militärische Zwecke eingesetzt werden. Dasselbe gilt auch für Zielfernrohre mit integrierter Nachtsicht. Auch diese sind hierzulande für den privaten Gebrauch, beispielsweise für die Jagd, nicht zugelassen.
