In der Regel sind die beiden Gehäusehälften eines binokularen Prismenfernglases an der Mittelachse des Gehäuses schwenkbar, um das Fernglas auf den Augenabstand des Benutzers einstellen zu können. Durch diese Einstellungsmöglichkeit ergibt sich für den Betrachter ein sogenannter übergangsloser Bildkreis.

Zudem verfügen Prismenferngläser eine synchrone Scharfstellung für beide Strahlengänge, welche auch Fokussierung genannt wird, die für ein entspanntes, stereoskopisches Sehen unbedingt notwendig ist. Die Okulare solcher Prismenferngläser sind in der Regel über eine Brücke verbunden, um durch das Drehen des Fokussierrads beide Okulare parallel einstellen zu können. Zudem verfügen hochwertige Prismenferngläser über ein drehbares Okular, durch welches der Dioptrienausgleich erfolgt. Um die Augen von störendem Seitenlicht zu schützen, besitzen fast alle Ferngläser jeweils einen Gummiring, die sogenannte Augenmuschel, an jedem der beiden Okulare. Diese Ringe sind in der Regel aus Weichgummi gefertigt, um sich optimal an die Augenform anpassen zu können. Hochwertige Prismenferngläser besitzen zum Teil Augenmuscheln, welche sich bis zur Schläfe hin ausweiten.

Bei hochwertigen Ferngläsern wird zudem sehr viel Wert auf eine unkomplizierte und angenehme Handhabung gelegt. Hierbei ist das problemlose erreichen des Fokussierrads, die Handlichkeit und die Schwerpunktbildung des Fernglases ungemein wichtig. Auch eine optimale Funktionsweise bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen sollte bei einem hochwertigen Prismenfernglas grundsätzlich gegeben sein. In Bezug auf die Handlichkeit eines Fernglases ist auch das Gewicht des optischen Gerätes nicht unerheblich. Daher werden für die Gehäuse hochwertiger Prismenferngläser in der Regel verschiedene Leichtbaumaterialien, wie Aluminium, Polykarbonate und verschiedene Magnesiumlegierungen verwendet. Sehr große Ferngläser, welche beispielsweise für Tierbeobachtungen verwendet werden, sind oft zudem mit einem Gewinde ausgestattet, welches die Montage auf einem Stativ ermöglicht.